Während wir Roaming normalerweise mit kurzfristigen internationalen Reisen verbinden, können wir Roaming-SIMs in festen und mobilen Geräten verwenden, um Netzwerkkonnektivität und Stabilität für globalisierte SIMs sicherzustellen.
Was ist permanentes Roaming?
Permanentes Roaming bedeutet, dass sich eine SIM-Karte für einen längeren Zeitraum mit einem besuchenden Netzwerk verbindet. Dies ermöglicht die weltweite Bereitstellung von IoT-Geräten in mehreren Ländern. Permanente Roaming-SIMs können sich in der Regel mit einer Vielzahl von Roaming-Partnern in der Region verbinden, in der sie eingesetzt werden.
Remote SIM Provisioning
Remote SIM Provisioning (RSP) ermöglicht es, dieselbe SIM in allen Produkten zu verwenden, unabhängig davon, wo sie eingesetzt werden. RSP-fähige SIMs können zwischen mehreren vorinstallierten oder heruntergeladenen Profilen wechseln, um die Verbindungen zu lokalisieren.
RSP ist besonders nützlich für IoT-Bereitstellungen in mehreren Regionen und global, ist jedoch auf eSIMs oder Anbieter mit den richtigen Roaming-Vereinbarungen beschränkt.
Permanentes Roaming & Compliance
Obwohl RSP eine nahtlosere globale IoT-Bereitstellung ermöglicht, müssen IoT-Geräte weiterhin Verbindungen herstellen, die mit den Vorschriften und Beschränkungen der jeweiligen Region konform sind, was Herausforderungen für uneingeschränkte Konnektivität schaffen kann. Dies sind die aktuellen speziellen Regeln für permanentes Roaming weltweit.
- Europa – EU-Vorschriften erlauben MNOs/MVNOs den Zugang zum Netzwerk und begrenzte Tarife. Es sind jedoch bestimmte Bedingungen zulässig, um permanentes Roaming oder anomale bzw. missbräuchliche Nutzung des Wholesale-Roaming-Zugangs zu verhindern, die zunehmend spezifische Vereinbarungen zwischen den Parteien erfordern.
- Nordamerika – MNOs setzen kommerziell motivierte Richtlinien um, die Grenzen oder sogar Verbote für permanentes Roaming auferlegen.
- Australien – MNOs setzen kommerziell motivierte Richtlinien um, die Grenzen oder sogar Verbote für permanentes Roaming auferlegen.
- Türkei – Permanentes eingehendes Roaming ist gesetzlich in der Türkei nicht erlaubt.
- China – Permanentes eingehendes Roaming ist in China nicht erlaubt.
- Brasilien – Die brasilianische Regierung hat eine 90-tägige Grenze für permanentes Roaming festgelegt. Nach 90 Tagen muss die SIM lokalisiert oder aus dem Netzwerk entfernt werden.
- Indien – Permanentes eingehendes Roaming ist in Indien nicht erlaubt.
- Andere – Andere hier nicht explizit hervorgehobene Länder setzen ebenfalls Beschränkungen für permanentes Roaming um. Dies umfasst eine Kombination aus expliziten Verboten oder faktischen Verboten (Saudi-Arabien, VAE), die sich aus MNO-Richtlinien oder der Notwendigkeit lokaler Lizenzen oder Datenhoheitsfragen ergeben.
Verwandte Begriffe zu permanentem Roaming und Compliance
Soft-Lokalisierung – Regionen, die eine Soft-Lokalisierung erfordern, verlangen eine lokale IMSI, die von einem lokalen MNO bereitgestellt wird. Die lokale IMSI kann jedoch eine Verbindung zu einem anderen Anbieter-Mobilfunkkernnetz und dessen zugehörigen RSP- und Connectivity Management Plattformen (CMP) herstellen.
Volle Lokalisierung – Einige Länder und lokale MNOs verlangen eine volle Lokalisierung. Für permanentes Roaming in diesem Fall muss die SIM ein lokales Profil geladen haben und sich auch mit dem Mobilfunkkernnetz des lokalen Profilanbieters verbinden.
IP-Lokalisierung – IP-Lokalisierung zielt darauf ab, die Latenz für optimierte Anwendungsleistung und Datenhoheit zu reduzieren. Letzteres verlangt, dass Daten innerhalb der Region verbleiben, weshalb ein lokales Rechenzentrum und ein Paket-Gateway erforderlich sind.
MNO-Richtlinie – Es gibt Fälle, in denen MNOs permanentes Roaming aus kommerziellen Gründen blockieren und eine Soft- oder Volllokalisierungspolitik durchsetzen können.